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Verwandten-Unterstützungspflicht

Wer seinen Lebensbedarf nicht selbst verdienen kann, hat Anspruch auf Unterstützung durch nahe Verwandte (ZGB 328 + ZGB 329).

Vier erforderliche Kriterien

  • Es besteht ein Verwandtschaftsverhältnis in gerader Linie;
  • Die berechtigte Person ist in einer objektiven Notlage;
  • Die Pflichtigen leben in günstigen finanziellen Verhältnissen;
  • Der Unterstützungsbeitrag ist für die Pflichtigen zumutbar.

Günstige Verhältnisse – was heisst das?

Günstige Verhältnisse bedeuten Wohlstand, d.h. das Jahreseinkommen (inkl. einem Vermögensanteil) sowie das Vermögenliegen  höher als:

  Einkommen Vermögen
Ehepaare 180'000 500'000
Alleinstehende 120'000 250'000
Zuschlag pro Kind 20'000 40'000

Beispiel alleinstehende Person (34-jährig)

Steuerbares Jahreseinkommen 140'000
+ anrechenbares Vermögen
(750'000 - 250'000 = 500'000 davon 1/50)
10'000
= Total anrechenbares Einkommen 150'000
- Pauschale für gehobene Lebensführung 120'000
= Total 30'000


Fazit: Die alleinstehende Person muss ½ von 30'000 Verwandtenunterstützung bezahlen, d.h. 15'000 im Jahr, 1'250 im Monat.

Beispiel Ehepaar (beide über 60)

Steuerbares Jahreseinkommen 150'000
+ anrechenbares Vermögen
(2'000'000 - 500'000 = 1'500'000 davon 1/20)
75'000
= Total anrechenbares Einkommen 225'000
- Pauschale für gehobene Lebensführung 180'000
= Total 45'000


Fazit: Auch dieses Ehepaar muss ½ von 45'000 Verwandtenunterstützung bezahlen, d.h. 22'500 im Jahr, 1'900 im Monat.

3. Januar 2017, Text: Hans Schoch